Druck, Durchfluss und Leistung wirken zusammen
Bei der Auswahl einer Hochdruckpumpe werden stets drei technische Spezifikationen gemeinsam bewertet:
- Betriebsdruck (bar): die Kraft, mit der das Wasser auf die Oberfläche trifft.
- Durchfluss (Liter pro Minute): die Wassermenge, mit der Verunreinigungen abgeführt werden.
- Leistung (kW): die Energie, die benötigt wird, um Druck und Durchfluss zu erzeugen.
Der Druck löst Verunreinigungen. Die Durchflussmenge bestimmt, wie viel Wasser zur Verfügung steht, um Verunreinigungen effizient abzuführen. Die Leistung liefert die Energie, die erforderlich ist, um beides zu kombinieren.
Eine höhere Arbeitsbelastung erfordert mehr Leistung. Das Gleiche gilt für eine größere Wasserfördermenge. Daher wählen wir eine Hochdruckpumpe niemals ausschließlich anhand des Bar-Werts aus.
Warum mehr Bar nicht automatisch zu besserer Reinigung führt
Das Reinigungsergebnis hängt nicht nur von der Hochdruckpumpe ab. Es gibt 4 Faktoren – der Sinner-Kreis –, die gemeinsam den Reinigungsprozess bestimmen:
- mechanische Einwirkung;
- Chemie;
- Temperatur;
- Zeit.
Die Hochdruckpumpe sorgt für die mechanische Betätigung.
Ein höherer Druck führt jedoch nicht automatisch zu einem besseren Ergebnis. Bei Fetten und Ölen hat die Temperatur oft einen größeren Einfluss als zusätzlicher Druck. Hierfür wenden wir die patentierte Heißwasser-Technik® an. Durch die Kombination von Temperatur und Druck lösen sich bestimmte Verschmutzungen schneller.
Ein zu hoher Druck hat zudem Nachteile. Der Energieverbrauch steigt, die Bauteile werden stärker beansprucht und je nach Oberfläche steigt das Risiko von Beschädigungen.
Die beste Lösung ist daher nicht der höchste Arbeitsdruck, sondern die Kombination aus Druck, Wasser und Temperatur, die zur Art der Verschmutzung passt.