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Welche Hochdruckpumpe benötigen Sie für die industrielle Reinigung?

Eine Hochdruckpumpe mit 1.500 bar reinigt besser als eine Pumpe mit 200 bar. Oder etwa nicht?

Nicht unbedingt.

Wer eine Hochdruckpumpe auswählt, achtet schnell auf den Bar-Wert. Aber die Pumpe selbst steht eigentlich nicht im Mittelpunkt des Auswahlprozesses, sondern vielmehr ihre Anwendung.

Was möchten Sie reinigen? Wie sieht die Verschmutzung aus? Welches Ergebnis möchten Sie erzielen? Erst danach folgen Fragen zur richtigen Düse, zum erforderlichen Arbeitsdruck, zur gewünschten Wasserleistung und schließlich zur passenden Pumpe.

In diesem Artikel erfährst du:

Möchten Sie sofort erfahren, welche Hochdruckpumpe für Ihre Anforderungen geeignet ist? Unsere Spezialisten beraten Sie gerne.

Unverbindliche Beratung anfordern

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Die Anwendung bestimmt die Hochdruckpumpe

Eine Hochdruckpumpe liefert die erforderliche Leistung, um Wasser unter Druck durch eine Anlage zu befördern. Industrielle Hochdruckpumpen werden unter anderem für die Rohrreinigung, Tankreinigung, Fassadenreinigung, Wasserstrahlanwendungen und verschiedene Produktionsprozesse eingesetzt.

Die Pumpe besteht aus einem Antriebsteil und einem wassergeleitenden Teil. Der Antrieb wandelt mechanische Energie in eine Pumpbewegung um. Der wassergeleitende Teil baut den gewünschten Arbeitsdruck auf und sorgt für einen konstanten Wasserfluss.

In industriellen Anlagen kommen Kolbenpumpen zum Einsatz. Man unterscheidet zwischen axialen und radialen Kolbenpumpen. Axiale Kolbenpumpen sind kompakt. Radiale Kolbenpumpen eignen sich für höhere Drücke, längere Betriebszeiten und den Dauerbetrieb.

Zuerst die Düse, dann die Pumpe

Die Düse bildet den Ausgangspunkt für den Rest der Anlage. Sie bestimmt, wie der Wasserstrahl auf die Oberfläche trifft.

  • Ein Rundstrahl konzentriert die Energie auf einen Punkt.
  • Ein Flächenstrahl verteilt die Energie über eine größere Fläche.
  • Eine Schmutzfräse kombiniert beide Prinzipien mit einem rotierenden Punktstrahl.

Das gewählte Spritzbild bestimmt dann, wie viel Kapazität benötigt wird.

Eine Düse mit kleinem Durchlass baut einen höheren Arbeitsdruck auf. Ein größerer Durchlass lässt mehr Wasser durch und erhöht die Wasserausbeute.

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Druck, Durchfluss und Leistung wirken zusammen

Bei der Auswahl einer Hochdruckpumpe werden stets drei technische Spezifikationen gemeinsam bewertet:

  • Betriebsdruck (bar): die Kraft, mit der das Wasser auf die Oberfläche trifft.
  • Durchfluss (Liter pro Minute): die Wassermenge, mit der Verunreinigungen abgeführt werden.
  • Leistung (kW): die Energie, die benötigt wird, um Druck und Durchfluss zu erzeugen.

Der Druck löst Verunreinigungen. Die Durchflussmenge bestimmt, wie viel Wasser zur Verfügung steht, um Verunreinigungen effizient abzuführen. Die Leistung liefert die Energie, die erforderlich ist, um beides zu kombinieren.

Eine höhere Arbeitsbelastung erfordert mehr Leistung. Das Gleiche gilt für eine größere Wasserfördermenge. Daher wählen wir eine Hochdruckpumpe niemals ausschließlich anhand des Bar-Werts aus.

Warum mehr Bar nicht automatisch zu besserer Reinigung führt

Das Reinigungsergebnis hängt nicht nur von der Hochdruckpumpe ab. Es gibt 4 Faktoren – der Sinner-Kreis –, die gemeinsam den Reinigungsprozess bestimmen:

  1. mechanische Einwirkung;
  2. Chemie;
  3. Temperatur;
  4. Zeit.

Die Hochdruckpumpe sorgt für die mechanische Betätigung.

Ein höherer Druck führt jedoch nicht automatisch zu einem besseren Ergebnis. Bei Fetten und Ölen hat die Temperatur oft einen größeren Einfluss als zusätzlicher Druck. Hierfür wenden wir die patentierte Heißwasser-Technik® an. Durch die Kombination von Temperatur und Druck lösen sich bestimmte Verschmutzungen schneller.

Ein zu hoher Druck hat zudem Nachteile. Der Energieverbrauch steigt, die Bauteile werden stärker beansprucht und je nach Oberfläche steigt das Risiko von Beschädigungen.

Die beste Lösung ist daher nicht der höchste Arbeitsdruck, sondern die Kombination aus Druck, Wasser und Temperatur, die zur Art der Verschmutzung passt.

Welchen Druck benötigst du?

Der erforderliche Arbeitsdruck hängt vom Verschmutzungsgrad, der Oberfläche und dem gewünschten Ergebnis ab.

40–200 bar: Spülen und leichte Reinigung

Betriebsdrücke von etwa 70 bar werden eingesetzt für:

  • Rohrleitungen durchspülen;
  • Anlagen reinigen;
  • Prozesswasser befördern;
  • Farbe entfernen;
  • Produktionsräume und -böden reinigen;
  • leichte Verschmutzungen entfernen.

Denken Sie beispielsweise an das Durchspülen von Prozessleitungen oder die Reinigung von Anlagen ohne hartnäckige Ablagerungen.

200–1.000 bar: Industriereinigung

Betriebsdrücke um die 200 bar werden verwendet für:

  • Maschinen reinigen;
  • Anlagen warten.

Dieser Druckbereich kommt häufig bei der Reinigung von Produktionslinien und Maschinen vor.

Bei größeren Flächen oder einem höheren Verschmutzungsgrad bestimmt auch die Wasserausbeute die Produktivität.

1.000–4.000 bar: anspruchsvolle industrielle Anwendungen

Bei einigen Anwendungen sind deutlich höhere Betriebsdrücke erforderlich.

Denken Sie daran:

  • Entfernung von Beschichtungen;
  • Entfernung hartnäckiger Ablagerungen;
  • Wasserstrahlverfahren;
  • spezialisierte Industriereinigung.

Wir liefern Hochdruckpumpen mit Betriebsdrücken bis zu 4.000 bar. Bei diesen Druckwerten wird die gesamte Anlage auf die jeweilige Anwendung abgestimmt.

Der Durchsatz bestimmt die Produktivität

Sobald sich Verschmutzungen lösen, bestimmt der Durchfluss, wie schnell diese abtransportiert werden.

Bei größeren Flächen, bei der Tankreinigung oder bei Anwendungen, bei denen es auf Schnelligkeit ankommt, bringt eine höhere Wasserausbeute mehr Vorteile als zusätzlicher Druck.

Auch der Abstand zwischen Düse und Oberfläche spielt eine Rolle. Wenn der Wasserstrahl eine größere Strecke zurücklegt, trägt eine ausreichende Wassermenge dazu bei, die Reinigungskraft aufrechtzuerhalten.

Unsere Spezialisten betrachten daher Arbeitsdruck und Durchfluss immer als ein Ganzes.

Wie intensiv nutzen Sie die Anlage?

Eine Pumpe, die nur einige Stunden pro Woche läuft, stellt andere Anforderungen an Konstruktion und Lebensdauer als eine Anlage, die täglich oder im Dauerbetrieb läuft.

Wir unterscheiden drei Anwendungskategorien im Bereich der industrielle Reinigung. Die angegebenen Betriebsstunden sind Richtwerte und variieren je nach Pumpentyp und Anwendungsbereich.

Regelmäßige Anwendung

  • Lebensdauer bis zu ca. 1.500 Betriebsstunden;
  • höhere Drehzahlen;
  • gelegentlicher Einsatz.

Tägliche Anwendung

  • Lebensdauer bis zu ca. 3.000 Betriebsstunden;
  • geeignet für den täglichen Gebrauch;
  • Antriebsdrehzahl von ca. 1.500 Umdrehungen pro Minute.

Dauerbetrieb

  • für den Dauerbetrieb (24/7) entwickelt;
  • Lebensdauer von Zehntausenden Betriebsstunden;
  • niedrige Kurbelwellendrehzahlen.

Eine niedrigere Drehzahl verringert den Verschleiß und die Wärmeentwicklung. Dadurch verlängert sich die Lebensdauer der Pumpe.

Bei Anlagen, die täglich oder rund um die Uhr verfügbar sein müssen, spielt der Betriebszyklus eine mindestens ebenso große Rolle wie die Auslastung.

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So wählen unsere Spezialisten eine Hochdruckpumpe aus

Ein Beratungsgespräch beginnt selten mit der Frage, wie viel Bar benötigt wird, sondern mit den Fragen:

  • Was möchten Sie reinigen?
  • Welche Verschmutzungen möchten Sie entfernen?
  • Welches Ergebnis möchten Sie erzielen?

Die Spezialisten von Waterkracht entwickeln für jede Reinigungsanforderung eine komplette Anlage. Dabei werden Düse, Arbeitsdruck, Wasserdurchsatz, Antrieb und Hochdruckpumpe aufeinander abgestimmt. So entsteht eine Lösung, die genau auf die Verschmutzung, die gewünschte Produktivität und die Einsatzdauer zugeschnitten ist.